START-Stiftung Trifft Horst Seehofer

Am Wochenende trafen 11 START-Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Bayern den Bundesinnenminister im neuen Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg.

Elf Schüler-Stipendiaten der START-Stiftung Bayern trafen den amtierenden Bundesinnenminister im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg und besprachen im privaten Rahmen des Panorama-Raums aktuelle Fälle wie den des Bremer Clan-Chefs Miri. Horst Seehofer, die Zugewandtheit selbst, erklärte in aller Ruhe das Vorgehen der Bundesbehörden. „Wenn jemand sich mit unserer Rechtsordnung, sagen wir, nicht identifizieren will, dann finde ich, hat jeder Staat das Recht zu sagen, dann kannst du auch nicht hier leben“. Auf den Einwand eines Stipendiaten, dass jeder eine zweite Chance bekommen müsse, sagte Seehofer: „Jeder Mensch kann Fehler machen, wir machen auch Fehler. Dann kommt das mit der neuen Chance. Aber eben nicht bei 19 Vorstrafen schwerer Art und 6 Jahren Gefängnis. Das kann man der Bevölkerung nicht erklären. In einer Demokratie gehört der Grundsatz praktiziert, dass man sich an Recht und Ordnung hält. Das machen Sie auch.“ Seehofer betonte im weiteren Gespräch, dass dieses Verfahren genau deshalb so wichtig sei, damit aus humanitären Gründen Schutz Suchende in Deutschland Schutz, Hilfe und Asyl finden können. Große Zustimmung bei der Jugend.

Das Training „Engagement und Ehrenamt“ der bayerischen Schülerinnen in der Kultur-Jugendherbe Regensburg kommentierte der CSU-Innenminister mit einem klaren „Engagement lohnt sich immer. Jeder kann was tun. Auch alleine. Wenn man die Geschichte betrachtet, die man ja hier anschauen kann, sieht man, dass für die kleinen und normalen Leute immer noch etwas mehr und etwas besseres möglich ist. Und dafür muss man sich engagieren.“ Auf die Frage, ob es sich lohne politisch zu sein und zu bleiben, war Seehofers Antwort deutlich. „Politik ist die Art, wie wir die Regeln in unserer Gesellschaft gestalten; wer sich nicht für Politik interessiert, der wird dann eben von denen regiert, die sich schon dafür interessieren“, formulierte es der Bayerische Ministerpräsident a.D.

Die Jugendlichen (14-21 Jahre) der START-Stiftung aus ganz Bayern mit Wurzeln in Afghanistan, Litauen, Ghana, Italien, der Türkei, der Ukraine und Syrien erfuhren, dass Seehofer selbst aus einem ganz einfachen Haushalt stammt. „Ich bin der Sohn eines Bauarbeiters, mit vielen Kindern. Ich hätte nie gedacht, dass aus mir ein Bayerischer Ministerpräsident werden könnte.“ Das Zusammentreffen mit der jungen Generation bereitete dem Polit-Profi sichtlich Vergnügen. Zusammen mit Direktor Richard Loibl, Direktor des stellte er mit Blick auf die bayerischen START-Stipendiaten fest „Das ist gelebte Integration.“ Von ihren Deutsch- und Bayerisch-Kenntnissen überzeugten die neugieren Schüler-Stipendiaten mit Migrationshintergrund den hochgewachsenen Politiker dann auch mühelos, denn nach den informativen 90 Minuten Führung gings an die frische Luft: „durch Regensburg strawanzen“.