Neuer Markenauftritt der Start-Stiftung

START ist auf dem Weg zum führendem Engagementprogramm für Jugendliche mit Migrationserfahrung. Das neue Erscheinungsbild ist Teil eines intensiven Transformationsprozesses.

START beginnt das Jahr 2019 mit neuem Erscheinungsbild. Dies ist die konsequente Fortsetzung des 2018 begonnenen intensiven Transformationsprozesses der START-Stiftung. Im neuen Logo spiegeln sich optisch die fünf Schwerpunkte des Förderprogramms wider. „Die mit von der OECD propagierte Initiative zur Förderung von zukunftsweisenden Kompetenzen beinhaltet vier Kernaspekte: Kommunikation, Kooperation, Kreativität und Kritisches Denken. Wir von START bereichern diesen Kanon mit unserer Förderung um den Faktor des Gesellschaftlichen Kompasses. Der neue Markenauftritt übersetzt diese Kompetenzen in fünf Pfeile, die in eine vielversprechende Zukunft weisen“, erklärt Michael Okrob, Geschäftsführer der START-Stiftung. Auch die Homepage www.start-stiftung.de präsentiert sich entsprechend neu.


START will mit seinen Aktivitäten eine lebendige Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und freiheitliche Werte in einer offenen Gesellschaft stärken. Gerechte Bildungschancen bilden dafür die Grundlage. START gewinnt, fördert und begleitet deswegen herausragende junge Menschen mit Migrationserfahrung. Das Förderprogramm bietet ihnen eine lebensbereichernde Erfahrung, prägt und motiviert sie, als aktive Gestalter*innen Verantwortung zu übernehmen. Auf diese Weise schafft die Stiftung ein starkes Netzwerk, das sich aktiv für unsere Demokratie einsetzt. Gestaltungswille, Anspruch, Neugierde und Offenheit sind entscheidende Faktoren bei der Auswahl der Stipendiat*innen.

Demokratische Werte müssen gestärkt werden
Die Weiterentwicklung von START begegnet dem Phänomen, dass sich populistische und antidemokratische Kräfte vermehrt lautstark zu Wort melden und zunehmend Unterstützung erhalten. Laut der Autoritarismus-Studie 2018 der Universität Leipzig offenbart sich ein zunehmend ambivalentes Verhältnis der Bevölkerung zur Demokratie. Allgemein stimmt diese zwar der Demokratie zu, das demokratische System in der Bundesrepublik bewertet sie jedoch kritisch. Dies deckt sich auch mit einer Studie des Harvard-Forschers Yascha Mounk (2018). Demzufolge hält es nicht einmal jeder zweite junge Mensch unter 30 Jahren für wesentlich, in einer Demokratie zu leben.
Zudem hat ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland Migrationserfahrung – das belegen Zahlen des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (2016). Viele sind auf ihrem Bildungsweg in Deutschland strukturell benachteiligt und können ihr Potential nicht voll entfalten. Damit verbaut sich die Gesellschaft eine wichtige Ressource für die Zukunft. START begreift die Migrationserfahrung der Jugendlichen nicht als Defizit, sondern als wertvolle Erfahrung. Sie sind in der Lage, gesellschaftliche Herausforderungen aus mehr als einer kulturellen Perspektive zu betrachten und kreative Lösungen zu finden.