
Unsere Veröffentlichungen
Das Washington-Abenteuer der fünf START-Alumni
Das Washington-Abenteuer begann bereits in Frankfurt, als wir uns um 10 Uhr morgens vor der DB –Lounge am Frankfurter Flughafen Fernbahnhof trafen. Mit leichter Verspätung schafften wir es doch pünktlich durch die strengen Kontrollen. Nach acht Stunden Flug und drei teils unterhaltsamen Filmen, welche für alle Fluggäste auf einem Bildschirm liefen, erreichten wir den Flughafen Philadelphia. Dort erwartete uns eine mehr als einstündige Wartezeit vor den Passkontrollen. Doch als wir alle die amerikanische Befragung, die Passkontrollen und die sonstigen Sicherheitsmaßnahmen überstanden hatten, schafften wir es in der letzten Minute doch noch rechtzeitig in den weiterführenden Flieger zu steigen. Angekommen in Washington ging unsere 7-tägige Bildungsreise erst richtig los. Obwohl wir erschöpft waren, ließen wir es uns nicht nehmen, mit dem Fahrer einen kleinen Umweg durch die schön beleuchte Innenstadttrotz Regens zu genießen.
Der Jetlag hinderte uns nicht, am ersten Morgen voller Enthusiasmus und Energie in den Tag zu starten: Es erwarteten uns drei anregende und eindrucksvolle Termine. Den ersten hatten wir bei der Weltbank. Mit Besucherkarten ausgestattet wurden wir herzlich von Sophie Herrmann begrüßt. Bei diesem Termin bot sich die Gelegenheit Näheres über die Arbeit der Weltbank zu erfahren, Fragen zu stellen und die wichtigsten Anlaufstellen zu sehen.
Als nächstes eilten wir zum German Marshall Fund, wo wir mit Freude von Herrn Kleine-Brockhoff erwartet wurden. Wir bekamen einen Einblick in die deutsch-amerikanische Beziehung und führten eine hitzige Diskussion über die amerikanische und deutsche Integrationspolitik. Unser drittes Ziel war das Deutsche Historische Institut, wo am Montag die geplante Hertie-Lecture stattfinden sollte. Dort wurden wir sehr freundlich von Herrn Spiekermann empfangen. Wir erfuhren vieles über die deutsche historische Forschung in den USA und die Geschichte des Instituts.
Nach den drei spannenden Treffen war unser erster und gleich sehr informationsreicher Tag zu Ende. Nach einem typisch amerikanischen Essen im Schnellrestaurant „Five Guys“ fielen wir erschöpft, aber sehr erfreut über das Neugelernte in die Betten.
Am Freitag stand nun das Treffen mit der EU-Vertretung auf dem Plan. Vor und nach diesem Termin hatten wir Zeit, Washingtons Einkaufsstraßen zu erkunden und das Viertel „Georgetown“, wo sich unser Hotel befand, näher kennen zu lernen. Bei dem Termin mit der tschechischen EU-Vertreterin Frau Horelova erfuhren wir vieles über die Funktion der EU in den USA und hatten die Möglichkeit Fragen zu aktuellen Ereignissen in der Europäischen Union zu stellen. Damit endete auch unser zweiter Tag in Washington, der nicht weniger beeindruckend und informationsreich war. Am Wochenende konnten wir uns dann voll und ganz Washingtons Sehenswürdigkeiten widmen und die zahlreichen touristischen Attraktionen aufsuchen. Schnell war die Kamera vor dem Capitol gezückt und nicht minder aufregend war der erste Blick auf das Weiße Haus.
Dann kam der Tag auf den wir uns alle gefreut hatten: der 3. Oktober! Bereits am frühen Morgen schlüpften wir in den „formal dress“ und begaben uns zum DHI, um an der Vorbesprechung mit Günter Nooke, der die Hertie-Lecture halten sollte, teilzunehmen. Nach der Lecture konnten wir Herrn Nooke noch Fragen stellen und das Ereignis natürlich auf einem Foto festhalten. Zum Abend stieg wieder die Aufregung, als wir uns der deutschen Botschaft näherten. Das Gefühl, ein Teil von ca. 2000 Anwesenden bei dem Empfang der deutschen Botschaft in Washington zu sein, war überwältigend. Das Botschaftsgelände bot auch sehr schöne Ausblicke und die Stimmung war sehr angenehm. Wir kamen leicht ins Gespräch mit den Anwesenden, trafen sogar schon bekannte Gesichter aus der World Bank, dem DHI oder der EU-Vertretung und hatten schließlich auch das Glück dem deutschen Botschafter die Hand zu schütteln. Etwas später am Abend hörten wir der Live-Band zu und kehrten zurück in das Hotel mit ganz unvergesslichen Erinnerungen an den Abend.
Besonders interessant wurde es nun für uns Stipendiaten am Dienstag. Endlich war der Tag gekommen, an dem wir eine Universität in Washington besuchen sollten. Pünktlich trafen wir erwartungsvoll und neugierig in der „American University of Washington D.C. (AU)“ ein. Wie üblich wurden wir auch hier nett in der Kunstabteilung empfangen. Als Einstieg gab es reichliche Informationen zu einem Studium für ausländische Studenten. Daraufhin hatten wir natürlich auch die Gelegenheit viele Fragen zu einem Auslandsemester bzw. zum Studienaufbau zu stellen. Ein Kurzfilm veranschaulichte zusätzlich das Leben auf dem Campus und präsentierte die Angebote, die auf dem Bildungsweg zu erwarten sind.
Dann ging auch schon die eigentliche Führung los. Gemeinsam mit zwei Studenten der AU erkundeten wir den gesamten Campus. Sie zeigten uns die einzelnen Gebäude der unterschiedlichen Fachbereiche und die modern ausgebauten Seminar- und Veranstaltungsräume der Universität. Wir waren nicht nur überwältigt von den Grünanlagen, die sich bei schönem Wetter zur Entspannung anbieten, sondern auch von den Sport- und Fitness-Bereichen der Uni.
Besonders beeindruckend war die riesige Universitätsbibliothek. Die zahlreiche Literatur und der Zugang zu unendlicher Information soll das Lernen für Studierende erleichtern. Doch insbesondere der Service innerhalb der Bibliothek bewegt viele Studenten dazu, viel Zeit dort zu verbringen und von den zahlreichen Angeboten zu profitieren. Sei es die Technologie oder die Organisation - alles ist nach den Ansprüchen und Bedürfnissen der Studenten ausgerichtet. Die Bibliothek ist so groß gewesen, dass wir eine extra Führung bekommen haben, um die vielen Abteilungen innerhalb der Bibliothek noch einmal im Detail sehen zu können.
Zudem hatten wir auch Zeit, Professoren der Universität kennenzulernen, die uns über ihre Lehrtechnik sowie über den Aufbau der Vorlesungen informierten. Dass die Kurse aus nicht mehr als 25 Personen bestehen, ist dort selbstverständlich. In kleineren Arbeitsgruppen soll die Effizienz gesteigert und jeder einzelne Student gut betreut werden. Erwähnenswert ist auch das Essen in der Mensa. Für die Studenten, die zum Großteil in den Studentenwohnheimen auf dem Campus wohnen, gibt es eine große Auswahl an köstlichen Gerichten mit unterschiedlichen Vorlieben. Auch wir genossen das Essen und hatten dabei die Möglichkeit uns mit Studenten am Tisch zu unterhalten. Einige von uns machten sich nach den Führungen wieder auf den Weg nach Georgetown, um die Stadt ein letztes Mal genießen zu können, während einige auf dem Campus blieben, um sich mit den amerikanischen Studenten auszutauschen. Um 19.00 Uhr trafen wir uns dann schließlich alle bei „Five Guys“ und ließen den Tag ausklingen.
Am nächsten Tag hieß es „Time to say goodbye“: Die Koffer waren gepackt und jeder war mit seinen Gedanken bei den spannenden Erlebnissen dieser Woche. Jeder hat seine ganz speziellen Eindrücke von den USA gewonnen und wird sicher lange an diese tolle Reise denken: Seien es die herzliche Art der Amerikaner oder die Bekanntschaften, die geschlossen wurden, seien es die historischen Sehenswürdigkeiten oder die kritischen Debatten mit den unterschiedlichsten Menschen – America, we won’t forget you! All dies ermöglichte uns START und stellte für einen Lebensabschnitt einen grandiosen Abschluss dar. Danke START für diese tolle Zeit!
105 - das Stiftungsmagazin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung
Hier finden Sie die Links zu allen Online-Ausgaben des Magazins 105, das über aktuelle Themen der Hertie-Stiftung und ihrer Töchter berichtet.
Viel Spaß bei der Lektüre!
START-Essaywettbewerb 2008
Seit 2005 eine feste Größe im START-Programm, widmeten sich die Essaywettbewerbe der vergangenen Jahre vorwiegend dem Thema Integration. Mit dem Schreibwettbewerb 2008 wurde eine thematische Öffnung vollzogen; die Stipendiaten konnten sich zwischen drei Fragestellungen entscheiden:
- Gesellschaftspolitisches Thema: 9. November 1989 - Wendepunkt deutsch-deutscher Geschichte
- Literarisches Thema: Diskussion des Gedichtes "Parc Monceau" von Kurt Tucholsky
- Philosophisches Thema: Individualität und Gemeinschaft - unauflösbarer Gegensatz?
Auch in Bezug auf die Textart waren den Teilnehmern keine Grenzen gesetzt. Am Schreibwettbewerb beteiligten sich 32 Stipendiaten.
Die sieben Gewinner des START-Schreibwettbewerbs 2008 trafen sich vom 7.-9. November 2008 im Goethe-Institut in Frankfurt am Main zu einem Feedback-Workshop, bei dem sie von der renommierten jungen Autorin Franziska Gerstenberg Anregungen zu ihren Wettbewerbstexten erhielten, über ihre Beiträge diskutieren und sie schreibend weiterentwickeln konnten.
»Mir ist es wichtig, dass ich meine Ziele erreiche und dass ich noch viele schöne Momente mit der START-Familie verbringen kann. Weiterhin ist es mir wichtig, dass ich die Anforderungen von START erfüllen kann.«
Katharina (18 Jahre)


