
Aktuelles
BIZ-Camp 2009: Schüler sein – Unternehmer werden
Unter dem Motto „Schüler sein – Unternehmer werden“ fand vom 18. bis 23. Oktober 2009 das zweite Frankfurter BIZ-Camp in Frankfurt am Main statt. Erneut trafen sich Stipendiaten von NFTE Deutschland e.V., dem Frankfurter Union International Club e.V. und der START-Stiftung im BIZ-Camp, um die beste Nachwuchs-Geschäftsidee zu entwickeln.
Ziel des BIZ-Camps ist es, bei den Schülerinnen und Schülern selbstständiges und eigenverantwortliches Denken zu fördern und ihnen so zu helfen, ihre individuellen Fähigkeiten und Talente zu entdecken und ihre berufliche Zukunft aktiv zu gestalten.
Bei den insgesamt 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern handelte es sich um eine bunte Mischung aus Haupt-, Real-, Gesamtschülern und Gymnasiasten der neunten und zehnten Klassen aus ganz Deutschland, mit unterschiedlichem sozialen und kulturellen Hintergrund. Im BIZ-Camp hatten sie die Chance unternehmerisches Denken und Handeln zu lernen und praktisch zu erproben. Die Jugendlichen erhielten wirtschaftliches Basiswissen, entwickelten dann ihre eigene Geschäftsidee, indem sie die Finanzierung und das Marketingkonzept erstellten und abschließend ihre Geschäftsidee einer Jury präsentierten. Die besten Geschäftsideen wurden mit Preisen prämiert.
Der 16-jährige START-Stipendiat Michael Rosenthal aus Bremen konnte die Jury besonders überzeugen mit seiner Geschäftsidee „tischnotiz“, einer Internetplattform unter dem Motto „Schüler helfen Schülern“. Schüler können hier Fragen einstellen, auf die andere Schüler antworten. Um die Richtigkeit der Antworten beurteilen zu können, werden die eingestellten Antworten nach Qualität bewertet.
Zum ersten Mal wurde zudem der Sonderpreis „Social Entrepreneurship“ verliehen. Der 15-jährige START-Stipendiat Suginthan Markandu aus Homburg begeisterte die Jury mit dem Geschäftskonzept „BlindConnection“. Er möchte Aktivitäten für Blinde und Menschen mit Sehschwäche organisieren und sich für die gesellschaftliche Integration einsetzen.
„Ganz anders als die Juristen im Fernsehen“
START-Stipendiaten besuchen das Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer in Frankfurt am Main
Am 18. und 19. September 2009 nutzten 15 START Stipendiaten aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und dem Saarland die Möglichkeit im Frankfurter Büro der Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer den Arbeitsalltag von international agierenden Wirtschaftsjuristen aus erster Hand kennenzulernen. Neben einer Führung durch die Kanzlei und einer Einlassung zu den Tätigkeitsbereichen von Wirtschaftsjuristen konnten sich die Teilnehmer mit verschiedenen Anwälten unterhalten und diese bei einem gemeinsamen Abendessen ausführlich zu ihrem Werdegang, ihrem Studium und ihrer Arbeit befragen.
Am Samstag waren die Stipendiaten dann selbst gefordert: in praxisorientierten Workshops haben sie unter Anleitung erfahrener Mitarbeiter in Kleingruppen einfache Beispielfälle gelöst und eine Vertragsverhandlung simuliert. Die Stipendiaten zeigten sich nach Abschluss des Wochenendes sehr zufrieden. „Der Besuch hat mir berufliche Möglichkeiten aufgezeigt, die ich vorher nicht kannte. Für Jura-Interessierte ist dies die beste Informationsquelle, die man haben kann.“
Der Kanzleibesuch in Frankfurt bildete den Auftakt einer längerfristig angelegten Kooperation zwischen der START-Stiftung und Freshfields, in deren Rahmen die Kanzlei unter anderem in verschiedenen Büros deutschlandweit juristische Workshops für START-Stipendiaten anbieten wird.
Ist Integration messbar?
Dieser Frage widmete sich der START-Partnertag am 15.09.09 in Frankfurt/M.
Ist Integration messbar? Lassen Erhebungen zu Bildungsgrad, Einkommen, Teilhabe wirklich Aussagen zum Grad der Integration eines Einzelnen oder einer Bevölkerungsgruppe zu? Welche Rolle spielen Sprachkenntnisse, Religionszugehörigkeit und kulturelle Vorprägungen? Worauf beruht die immer wieder konstatierte Korrelation zwischen Bildungserfolg und dem Grad der Integration? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Podiumsgesprächs mit Dr. Reiner Klingholz (Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung) und Professor Dr. Ursula Neumann (Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg) , welches im Rahmen des 1. START-Partnertages stattfand.
Der START-Partnertag traf auf reges Interesse; rund 120 Partner und Mitwirkende des START-Stipendienprogramms kamen im Literaturhaus Frankfurt zusammen, um sich auszutauschen und sich über die Neuerungen im Stipendienprogramm zu informieren.
Neben dem Podiumsgespräch standen Erfahrungsberichte von Stipendiaten und Lehrkräften im Fokus des Tages, den Dunja Hayali, ZDF, moderierte. Ergänzt wurde das abwechslungsreiche Programm durch musikalische Beiträge und die audiovisuelle Ausstellung "Grenzgänge", die während einer START-Ferienakademie 2008 entstanden ist.



